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Matthias Irle
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Auf Fahrradtour mit GPS

Die moderne Technik macht es möglich: Landkarten in digitaler Form werden am PC zur optimalen Planungsgrundlage für GPS-Anwender. Wo vor kurzem noch Papierkarten selber gescannt und mühsam kalibriert werden mussten, bieten immer mehr Hersteller jetzt hochwertiges Kartenmaterial für jeden!

:: Raster- oder Vektorkarten

Bei digitalen Karten muss man grundlegend zwischen zwei verschiedenen Datentypen unterscheiden: Raster- und Vektordaten.
Rasterdaten sind im Prinzip digitale Bilder, und zwar in Ihrer ursprünglichen Form: die Informationen zur dargestellten Fläche sind als viele einzelne Bildpunkte vorhanden, die in einem Raster angeordnet sind und in Ihrer Gesamtheit ein Bild ergeben: eben die darzustellende Karte. Wenn man eine Karte im Rasterformat stark vergrößert, sieht man die einzelnen Rasterpunkte, wenn man sie stark verkleinert, rücken die einzelnen Punkte sehr dicht zusammen und man kann nichts mehr erkennen. Hier verhält es sich wie bei einem digitalen Foto: bei zu großer Vergrößerung wird es "pixelig", zu stark verkleinert erkennt man nichts mehr.
Um diesem Umstand entgegen zu wirken, gibt es Karten in verschiedenen Maßstäben: je mehr Erdoberfläche auf der gleichen Kartengröße dargestellt wird, desto weniger Detailinformationen sind in der Karte enthalten. Eine Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 kann selbstverständlich wesentlich mehr Informationen zeigen als eine gleich große Autobahnkarte von ganz Deutschland.
 
Etwas anders verhält es sich bei Vektordaten. Hier wird nicht eine Folge von Bildpunkten gespeichert, sondern es wird die Lage der darzustellenden Elemente im Raum gespeichert. Ein Baum wird beispielsweise nicht als eine Anhäufung von "grünen Bildpunkten" gespeichert, sondern es wird seine Position gespeichert und durch die Information ergänzt, dass es sich um einen Baum handelt.
Wenn man nun eine Karte aus Vektordaten z.B. am PC betrachten will, muss man definieren, wie ein als Baum gespeichertes Element aussehen soll. Dies könnte z.B. ein Symbol für einen Baum sein, welches an der richtigen Position eingeblendet wird. Je nach darzustellenden Maßstab kann man auch definieren, welche Elemente ein- oder ausgeblendet werden. dadurch ist es möglich, eine Vektorkarte nahezu beliebig im Maßstab zu verändern und trotzdem noch alle relevanten Informationen erkennen.
 
Zugegeben, der Unterschied zwischen den beiden Datenformaten ist auf Anhieb nicht einfach zu verstehen. Allerdings unterscheidet sich die Einsatzmöglichkeit der beiden Kartenformate ganz erheblich. Vor allem deshalb, weil die derzeit am Markt erhältlichen GPS-Geräte nur Vektordaten verarbeiten können.
Für den Einsatz am PC ist es in der Regel von der verwendeten Software abhängig, welches Kartenmaterial verwendet werden kann.

:: Software: digitale Karten als Komplettpaket

So kompliziert der obige Abschnitt klingen mag, so einfach ist die Verwendung von digitalen Karten dank dem Bemühen einiger Hersteller geworden. Mittlerweile sind z.B. für ganz Deutschland Softwareprodukte auf dem Markt, die speziell auf die Bedürfnisse der GPS-Nutzer abgestimmt sind. Somit lassen sich am PC ganz bequem auf Grundlage einer topografischen Karte Touren planen, GPS-Daten darstellen oder sogar über eine dreidimensionale Landschaft virtuell hinwegfliegen.
Für den Einsatz in Deutschland sind zum einen die Produkte der Landesvermessungsämter zu nennen, zum anderen stechen die digitalen Karten der Firma MagicMaps aus dem breiten Angebot hervor.
MagicMaps bietet für jedes Bundesland flächendeckende Kartendaten auf Basis der TK25, also einer topografischen Karte im Maßstab 1:25.000. Im Gegensatz zu den TOP50-Produkten der Landesvermesungsämter sind die Karten von MagicMaps auch sehr gut für Wanderer und andere Menschen geeignet, denen die TOP50 Karten zu wenig Details bieten.

NAVIaktiv
Karte mit eingezeichnetem Streckenverlauf.

Neben einer 3D-Ansicht mit variablen Höhenmodell bietet die Software auch eine 2D-Karte mit einer recht guten Auswahl an GPS-Funktionen. So lassen sich auf der Karte beliebige Touren erstellen, Einzelpunkte markieren und die GPS-Daten prolemlos an ein angeschlossenes GPS-Gerät übertragen - nicht allerdings die Kartendaten (s. oben). Die gängigen GPS-Geräte der Hersteller Garmin und Magellan werden unterstützt.
Für Besitzer von Pocket-PCs ist die Erweiterung MagicMaps2Go interessant. Damit lassen sich auch Kartenausschnitte auf einen GPS-fähigen Taschencomputer übertragen und dort z.B. in Verbindung Track-Daten zur Orientierung im Freien nutzen. Ebenso können eigene Touren aufgezeichnet und anschließend am PC ausgewertet werden.
 

NAVIaktiv ist Ihr kompetenter Partner und Dienstleister in allen Bereichen der touristischen GPS-Nutzung. Bei uns erhalten Sie die aktuellen GPS-Geräte des Marktführers Garmin und umfassende Service-Leistungen - von der Planung bis zur Umsetzung auch komplexer GPS-Projekte